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Grundkurs Geschichte 1. Semester
Grundkurs Geschichte 2. Semester
Grundkurs Geschichte 3. Semester
Grundkurs Geschichte 4. Semester
VorbereitungshinweiseKlausur Q 4 1945-1990
Methoden
Klausurfragen; Gliederungstypen (ggf. anh. Lehrbuch-Quellen üben), Quellenanalyse, -interpretation, Urteilsfindung
Klare Vorstellung über die Begriffe Anti-Hitler-Koalition, Kalter Krieg, Komintern, Eindämmung, Potsdamer Abkommen, WEU, EVG, NATO/Atlantikpakt, Warschauer Pakt, Containment, Grundgesetz, Deutsche Frage / Wiedervereinigung, Ideologie, Wiederbewaffnung, totalitärer Staat, Unterschied Russland/Sowjetunion, Ruhrstatut, Schuman-Plan, EWG, preußische Rheinprovinzen, Kollektivismus vs. Individualismus, Kapitalismus vs. Sozialismus, Solidarität
Sichere Verwendung folgender Redewendungen und Ausdrücke:
ich berufe mich auf die historische Berufung meines Landes,
ein Gebiet annektieren (Subst. Annexion),
eine Position vertreten,
eine Gegenmeinung formulieren,
sich abgrenzen gegen eine Position,
ein Argument zur Unterstützung heranziehen,
engere Bande schließen,
eine Meinung unter Rückgriff auf bestimmte Fakten begründen
Strukturierte Kenntnisse über Situation Deutschlands und Berlins 1945-1989, die Politikziele und –praxis der Siegermächte, v.a. USA, Frankreich u. Sowjetunion, Bedeutung der Deutschlandfrage für die Dynamik des Kalten Krieges, wichtige zur Teilung Deutschlands führende Schritte, Ausrichtung der politischen Parteien, zur Entwicklung der Europäischen Union wichtige Daten.
Semesterübergreifende Kenntnis zur Außenpolitik der Weimarer Republik, insbesondere Verhandlungspartner Stresemanns.
Einschätzung der Zeit 1945-1989 für die europäische Lage in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts und die Beziehungen Deutschlands zu seinen Nachbarn, Verantwortlichkeiten für die Spaltung Europas bzw. Deutschlands und deren Ende.
Musterklausur
1. Klausur: Hindenburg – Die Verkörperung des Volkswillens?
Hinweis 1: Führen Sie bitte eine Analyse des Textes durch und ü%rprüfen Sie anhand zweier selbstgewählter Beispiele aus der Spätzeit der Weimarer Republik, inwieweit Hindenburg Kerngedanken seines Amtsverständnisses treu geblieben ist.
Anforderungsniveau Anwenden 40 %
Hinweis 2: Beschreiben Sie bitte die Stellung und Einflussmöglichkeiten des Reichspräsidenten in der Weimarer Reichsverfassung und charakterisieren Sie knapp die Auswirkungen auf den Verfassungstypus.
Anforderungsniveau Kennen 30 %
Hinweis 3: Beurteilen Sie bitte Hindenburgs Rolle in der Spätphase der Republik, wobei Sie die Ausgangsfrage beantworten.
Anforderungsniveau Beurteilen 30 %
Paul von Hindenburg, * 1847, pensioniert 1911, reaktiviert 1914-1918, wurde 1925 als Nachfolger Friedrich Eberts verfassungsgemäß zum Reichspräsidenten gewählt. Nach einer Wiederwahl 1932 hatte er dieses Amt bis zum Tod im Sommer 1934 inne. Anlässlich seiner Vereidigung hielt er im Reichstag nach seiner Vereidigung am 12. Mai 1925 folgende Rede:
Nehmen Sie meinen herzlichsten Dank für die Worte der Begrüßung entgegen, die Sie zu mir soeben im Namen der deutschen Volksvertretung gesprochen haben, nachdem ich gemäß der republikanischen Verfassung vom 11. August 1919 den Eid als Reichspräsident geleistet habe. Reichstag und Reichspräsident gehören zusammen, denn sie sind beide unmittelbar aus den Wahlen des deutschen Volkes hervorgegangen. Aus dieser gemeinsamen Grundlage allein leiten sie ihre Machtvollkommenheit her. Beide zusammen erst bilden die Verkörperung der Volkssouveränität, die die Grundlage unseres gesamten heutigen Volkslebens bildet. Das ist der tiefe Sinn der Verfassung, auf die ich mich soeben durch mein Manneswort feierlich verpflichtet habe.
Während aber der Reichstag die Stätte ist, wo die Gegensätze der Weltanschauungen und der politischen Überzeugungen miteinander ringen, soll der Reichspräsident der überparteilichen Zusammenfassung aller arbeitswilligen und aufbaubereiten Kräfte unseres Volkes dienen. Auch an dieser Stelle spreche ich es aber noch einmal ausdrücklich aus, daß ich mich dieser Aufgabe der Sammlung und Einigung unsres Volkes mit besonderer Hingabe widmen will. Diese große Aufgabe wird mir dann wesentlich erleichtert werden, wenn auch in diesem Hohen Hause der Streit der Parteien nicht um Vorteile für eine Partei oder einen Berufsstand gehen wird, sondern vielmehr darum, wer am treuesten und erfolgreichsten unserem schwer geprüften Volke dient. Ich hoffe zuversichtlich, daß der edle Wettstreit um treueste Pflichterfüllung die sichere Grundlage bilden wird, auf der wir uns immer wieder nach dem Streit der Geister und Meinungen zu gemeinsamer vertrauensvoller Arbeit zusammenfinden werden.
Quellenauszug abgedruckt in: Abitur – Prüfungsaufgaben mit Lösungen Geschichte..., Brandenburg, Freising 1997, S. GK 12.
Erwartungshorizont für die Musterklausur
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Hinweis 1: Textanalyse 40 % Afb II
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Textgattung: Polit. Rede zur Amtseinführung >> Ziel: Vertrauensgewinn auch von ursprüngl. Gegnern/Konkurrenten
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Inhaltserfassung:
- z1-4 Dankesformel; Eid auf WRV geschehen
- z4-8 Zusammengehörigkeit v. RT+Rpräs. ex Volkswahl = Volkssouv.; Untrennbarkeit
- z 9 Selbstverpflichtung (ggf. durch Eid z1-4 abgedeckt)
- z10-13 Kontroversen im RT vs. Rpräs. überparteilich
- z13-15 Selbstverplfichtung zur Sammlung des Volkes
- z16-18 Aufforderung an Parlamentarier, keine Einzelinteressen, sondern Volksinteresse zu vertreten
- z18-21 Hoffnung auf Unterordnung der Kontroversen unter Gemeinsamkeit
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Inhaltsanalyse: Schrittfolge
a. Dank
b. Verfassungsrechtl. Referat und Bekenntnis/Verpflichtung
c. Verfassungsrechtl. Referat m. Unterscheidung RT/Rpräs.
d. Positionierung auf Seiten eines einheitl. Volkswillens
>> Trend: Ja zur WRV bzw. Volkssouv.; möglich Ansatz zum Ausspielen eines Volkswillens gegen kontrovers geprägten Parlamentarismus (antidemokrat. Grundstimmung)
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Autor: Amt und monarchist. Vgnheit, eigentlich nicht mehr zeitgemäß
Wahl aufgrund Ersatzkaiser-Rolle
Bislang nicht durch besondere Loyalität gegenüber WR hervorgetreten, vgl. Dolchstoßlegende
Text je nach vorheriger Interpret. eine Wende oder konsequent (auch im Hinblick auf spätere Jahre)
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Adressaten: Vertrauenswerbung bei unterschiedl. Abgeordneten, z.B. auch Verlierern; ggf. auch Mahnung bzw. Drohung ggnüb. Parlamentariern
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Anwendung auf Spätphase 2 Bsp. nennen:
mögl.:
Brüning und Papen gegen Mehrheit d. RT / d. Bevölk.
Präs.Reg. als „Volkssouv.“ ggn. mehrheitsunfähige Quatschbude
Ernennung Hitlers aufgrund Hintergrund-Intrigen
Kein Vorgehen ggn. Preußenschlag
>> Bilanz
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Hinweis 2: Referat d. Stellung d. Rpräs. + Verfassungstyp 30 % Afb I
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Stellung:
- Stark durch Volkswahl >> Ggngewicht zu RT als Souveränitätsträger / Ersatzkaiser
- Interventionsmöglichkeiten durch NVO-Recht Art. 48 und durch Art. 25
- Reichstagsauflösung
Verfassungstyp: Mischtyp aus parl., plebiszit. u. präsid. Elementen;
in best. Situation Übergewicht d. präsidialen Elementes, folgl. Republ. stark personenabhg.
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Hinweis 3: Stellungnahme 30 % Afb III
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Formulierung der Fragestellung: z.B. Hat H’bg. durch Präsidialregierungen Volkswillen verkörpert?
Pro-Argumente (z.B. starke Legitimität durch Wahl)
Contra-Argument (Bspp. verfassungsfeindlichen Handelns; keine Integrationsbemühungen ggnüb. republiktreuen Parteien; Sich-Ausliefern dem Restaurationskurs; intentional seit Dolchstoß)
Abwägungsargument
Entscheidung / Sachurteil
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Aufbauschemata für Klausuren (GK, knapp 50 Sätze)



Gliederungstypen

Schema Textinterpretation

Ablaufplan P-5-Prüfung
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Monat
Frist
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Arbeitsschritt
Hinweise
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Bis 15.11.2012 (Abgabe bei PäKos; Empfehlung bis 30.10. mit beratenden Lehrern abklären)
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Themenfindung
1. Die Themenstellung muss als Frage formuliert und eingrenzbar sein.
Beispiele:
a. Das Stauffenberg-Attentat – eine Ehrenrettung der Wehrmacht?
b. Welche Auswirkungen hatte der Bau der Berliner Mauer auf Kreuzberg?
c. Kann man die Nachkriegsgeschichte Polens 1945-1949 mit der Deutschlands vergleichen?
d. Wie kann man die Ausstellung "Migrationsgeschichte" im Kreuzbergmuseum für Schüler aufbereiten?
e. Die Ereignisse in Plauen 1989 – typisch für die Friedliche Revolution?
f. Der autobiografische Jugendroman "Krokodil im Nacken" – eine Quelle zur DDR-Geschichte?
g. Was verrät uns die Rede Kennedys vor dem Schöneberger Rathaus 1963 über die Situation Berlins nach 1961?
2. Eine vorläufige Gliederung mit vorläufigem Quellenverzeichnis:
Es empfiehlt sich ein 5+1-Aufbau, auch die Zwischenüberschriften in Frageform:
a. Einleitung: Erläuterung der Fragestellung
b. Hauptteil, günstig in 3 Unterpunkten
c. Schluss: Fazit im Sinn der Themenstellung
d. Quellenverzeichnis
Beispiel für Bücher: Klaus Kordon: Krokodil im Nacken, Weinheim (Beltz & Gelberg) 2002, S. 17-23.
Beispiel für Zeitungsartikel: Nikolas Busse: Die halbherzige Ordnungsmacht, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 29.01.2009, S. 1.
Beispiel für Internetadresse (hier Gedenkstätte für Maueropfer Peter Fechter in der Zimmerstr.): http://www.berlin.de/mauer/gedenkstaetten/peter_fechter/index.de.php?objekt=1 (Abruf 27.7.2009)
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Entscheidung für Medien
Möglichkeiten:
Postersession / Plakatwand
Vortrag mit Handout
Vortrag mit OHP
Power-Point-Präsentation
Andere, z.B. Debatte, Theater- / Rollenspiel, TV-Studio
Kriterien für Begründung der Medienauswahl:
- Wie schaffe ich vorab eine Übersicht über das gesamte Thema?
- Welche Rolle spielen Illustrationen, Tabellen, Grafiken und Textzitate in meiner Präsentation?
- Wie kann ich die Zuhörer während der Präsentation am besten in Sinne von Übersicht und Gliederung orientieren?
- Wie kann ich komplizierte Aussagen einfach machen?
- Wie können wir als Gruppe unsere Rollen sinnvoll verteilen?
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Klärung von Erwartungen
Siehe Kompetenzraster Präsentationen
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Bis 10.12.2012 .
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Nachbearbeitung der Anträge im Gespräch mit Beratungslehrern Abgabe der von Fachbereichen überarbeiteten Fassungen bei PäKos. Bis Weihnachten endgültige Genehmigung durch SL und Info an Schüler
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Jan.-März 2013
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Detaillierte Weiterarbeit
Selbstständige Zwischenfragen an Lehrer und andere Experten Erstellung der 5-seitigen Ausarbeitung (Exposé)
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April 2013
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Probeläufe zuhause; Feinarbeit; eigeninitiative Rückfragen
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Mai 2013
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Durchführung der Prüfungen
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© F.S. 09/12
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